Als nachhaltige Versandverpackung kann man alle Verpackungen betrachten, die eine, mehrere, oder im Idealfall alle folgender Bedingungen erfüllen:

  • Verpackungen aus recycelten Materialien
  • Einfach zu recycelnde Monomaterial-Verpackungen
  • Verpackungen, die so wenig Ressourcen wie möglich verbrauchen
  • Verpackungen, die dem Konsumenten ermöglichen, sie wiederzuverwenden
  • Verpackungen mit einem Zweitnutzen

Der erste und bekannteste Grund, um nachhaltig zu sein, ist, dass Kunststoffverpackungen schädlich für die Umwelt sind. Außerdem kosten unnötige Verpackungen Geld. So kann man Kosten senken, indem man sich für nachhaltige Versandverpackung entscheidet. Bei umweltfreundlicher Verpackungen bleibt die Funktionalität und sogar die Benutzerfreundlichkeit bestehen. Außerdem, dank intelligenter Technologie konnten nicht nur Material, sondern auch Energieeinsparungen erlangt werden.

Warum ist eine nachhaltige Versandverpackung wichtig für Dein Unternehmen?

Überverpackte Produkte sind nicht nur nervig, sondern werden auch zunehmend von Verbrauchern negativ wahrgenommen. Dies heißt, dass Verbraucher immer mehr auf Nachhaltigkeit Wert legen, im Gegensatz zu Verpackungsdesign. Dies wird von einer Umfrage von Simon-Kucher & Partners, eine global tätige Unternehmensberatung, bestätigt.

Davon kann man abziehen, dass das Reduzieren von Verpackungsmüll und das Nutzen von wiederverwertbare Materialien bei der Verpackung positive Auswirkungen in Deinem Unternehmen hat. Nach der oben-genannten Umfrage, gaben Konsumenten an, mindestens einmal auf den Kauf eines Produkts verzichtet zu haben, weil die Verpackung nicht nachhaltig genug war. Und sogar  1 von 5 Bundesbürgern legt ein Produkt regelmäßig wieder zurück in das Regal, wenn es nicht nachhaltig verpackt ist. Dies beweist, dass eine verantwortungsvolle Ressourcennutzung selbst bei der Kaufentscheidung eine entscheidende Rolle spielt.

Darüber hinaus 83 % der Befragten zeigen die Bereitschaft, mehr für nachhaltige Verpackungsmaterialien zu zahlen. Zahlungsbereitschaft für nachhaltige Versandverpackung ist da. Die beliebtesten “grünen” Verpackungsmaterialien sind dabei Papier und Pappe (70 %) sowie Glas (62 %), um somit auf Plastik zu verzichten.

Zeige Deiner Kunden, dass Nachhaltigkeit für Dein Unternehmen wichtig ist.

Die Wahl der geeigneten nachhaltige Versandverpackung hängt davon ab, welche Art von Produkt Du versenden möchtest. Je nach Warenart müssen verschiedene Anforderungen erfüllt werden. Zum Beispiel, bei schweren Waren, zerbrechlichen Waren, Flüssigkeiten, schmierigen Substanzen oder Pulver. Deine nachhaltige Versandverpackung sollte besonders gut die Ware schützen, wenn der Inhalt des Pakets einen sehr hohen Warenwert hat.

Aber beim Verpacken ist Plastik vollkommen unnötig, denn man kann alles mit anderen Materialien verpacken, und noch dem Paket Schutz bieten. Laut Umweltbundesamt wurden 2018 insgesamt 18,9 Millionen Tonnen Verpackungsabfall produziert. Das sind fast 228 kg Verpackungsmüll, der auf jeden deutschen Bundesbürger pro Jahr anfällt und damit 1 kg mehr als im Vorjahr.

Kunden haben ein starkes Umweltbewusstsein, und daher ist es wichtig ihnen zu zeigen, dass Dein Unternehmen auch besonders Wert dazu legt. Dafür kannst Du Deine Produkte in Papiertragetaschen statt Plastiktüten verpacken.  Diese machen besonders dann Sinn, wenn sie vom Verbraucher nochmals genutzt werden, und wie wir bereits gesehen haben, ist die Bereitschaft dafür durchaus vorhanden.

Darüber hinaus gibt es eine aktuelle Marktstudie von Smithers Pira, die eine Verdoppelung der Nachfrage nach nachhaltige versandverpackung in 5 Jahren prognostiziert: von 32,9 Mrd. USD im Jahr 2018 auf 63,3 Mrd. USD im Jahr 2023. Dies unterstützt stark den Bedarf aller Unternehmen an einem umweltfreundlichen Markenimage, um sich wettbewerbsfähig zu bleiben.

Das neue Verpackungsgesetz, das die Nachhaltigkeit fördert

Im Jahr 2015 hat die Weltgemeinschaft die Agenda 2030 verabschiedet. Die Agenda ist ein Fahrplan für die Zukunft und damit will die Weltgemeinschaft weltweit ein menschenwürdiges Leben ermöglichen und dabei gleichsam die natürlichen Lebensgrundlagen dauerhaft bewahren. Die 17 globalen Ziele für nachhaltige Entwicklung der Agenda 2030, (oder Sustainable Development Goals (SDGs) auf Englisch), richten sich an alle: die Regierungen weltweit, aber auch die Zivilgesellschaft, die Privatwirtschaft und die Wissenschaft. Viele dieser Ziele beziehen sich auf die Nachhaltigkeit:

  •     Ziel 7: Bezahlbare und saubere Energie
  •     Ziel 8: Nachhaltig wirtschaften als Chance für alle
  •     Ziel 11: Nachhaltige Städte und Gemeinden
  •     Ziel 12: Nachhaltig produzieren und konsumieren
  •     Ziel 13: Weltweit Klimaschutz umsetzen
  •     Ziel 14: Leben unter Wasser schützen

Aufgrund dieser weltweiten Ansprüche trat das Verpackungsgesetz (VerpackG) am 01.01.2019 in Kraft. Das Verpackungsgesetz hat viele Neuerungen für den Onlinehandel und den Versandhandel mit sich gebracht, aber das Hauptziel des Verpackungsgesetzes ist hauptsächlich mehr und besseres Recycling von Verpackungsabfällen und gilt für alle Arten gewerblicher Onlineshops. Die Regeln beziehen sich auf das Inverkehrbringen, die Rücknahme, die Sortierung und Verwertung von Verkaufsverpackungen und Umverpackungen.

Es ist also egal, ob man einen kleinen Ebay-Shop betreibt, ein Amazon-Händler oder einen Versandhandel mit 1.000 Mitarbeitern ist. Das Gesetz verpflichtet Onlinehändler in Deutschland dazu, ihre Versandverpackungen bei einem „dualen System” zu registrieren. Dadurch soll zu einer Erhöhung der Recyclingquote beigetragen werden. Die Registrierung erfolgt über die Datenbank LUCID der Zentralen Stelle Verpackungsregister. Es ist wichtig darauf aufpassen, da es Ordnungsgelder und Strafen von bis zu 200.000,- € gibt. Andere bemerkenswerte Pflichten sind die Verpackungslizenzierung und die Angabe der Registriernummer.

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