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Total Quality Management (oft als TQM abgekürzt) ist ein ganzheitliches System zur Verankerung von Qualität in allen Bereichen eines Unternehmens. Unternehmen sehen sich durch die zunehmende Globalisierung und die damit verbundene wachsende Konkurrenz immer mehr unter Druck gesetzt. Daher gewinnt die Qualität der Leistungserstellung zunehmend an Bedeutung.  In diesem Zusammenhang hat sich die klassische Qualitätssicherung zu einer umfangreichen Unternehmensphilosophie zugunsten des Total Quality Managements entwickelt.

Der Begriff Total Quality Management entstand in den 1940 Jahren in der USA und er wurde von William Deng geprägt. Japanische Unternehmer haben ihn aufgegriffen und weiterentwickelt. Heutzutage geht Total Quality Management darum, langfristig die Qualität zu halten und Verbesserungen vorausschauend umzusetzen, sodass es nicht zuerst zu einer Kundenbeschwerde kommen muss, damit sich etwas ändert. 

TQM bezieht sich nicht nur auf einem bestimmten Wirtschaftszweige oder Unternehmensgröße, vielmehr versuchen auch kleine und mittelständige Unternehmen aus sämtlichen Branchen dieses Management System zu implementieren, um die Zufriedenheit ihrer Kunden sicherzustellen.

Umsetzung von Total Quality Management

Um TQM zu implementieren, benötigt man Eckpfeiler, auf die sich die Qualität stützen können. Die acht Grundlagen des Total Quality Managements sind folgende:

  • Kundenorientierung: Da eine Organisation von ihren Kunden abhängig ist, sollte diese aktuelle und zukünftige Bedürfnisse ihrer Kunden verstehen, deren Anforderungen erfüllen und das Ziel haben, die Erwartungen selbiger zu übertreffen.
  • Umsetzung durch Mitarbeiter: Die einheitliche Definition von Zielen und die Ausrichtung der Organisation fallen in Aufgabenbereich von Führungskräften. Sie sollten für die Kreierung und Aufrechterhaltung von internen Rahmenbedingungen sorgen, damit Mitarbeitende sich vollständig auf die Erreichung der Organisationsziele konzentrieren können.
  • Aktives und zeitnah Umsetzen: Die Qualität muss aktiv und zeitnah umgesetzt werden.
  • Langfristiger und fortlaufender Prozess: Durch die Leitung und Lenkung von Tätigkeiten und den dazugehörigen Ressourcen in Form eines Prozesses lässt sich ein angestrebtes Ziel effizienter verwirklichen.
  • Systemorientiertes Management: Prozesse, die miteinander in Wechselwirkung stehen, als System zu erkennen, zu verstehen und zu steuern trägt dazu bei, die Ziele der Organisation effektiv und effizient zu erreichen.
  • Kontinuierliche Verbesserung: Eine Aufgabe der Organisation sollte die ständige Verbesserung aller Leistungen durch Lernen und Innovation sein.
  • Sachliche Entscheidungsfindung: Eine wirkungsvolle Entscheidung ist datenbasiert und erfolgt anhand der Analyse von Daten.
  • Gegenseitig nützliche Beziehungen mit Lieferanten: Zwischen einer Organisation und ihren Lieferanten besteht ein Abhängigkeitsverhältnis. Die Wertschöpfung wird durch gegenseitig nützliche Beziehungen erhöht.
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