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Das strategische Controlling hat eine bereichsübergreifende Funktion im Unternehmen, die die Steuerung des Unternehmens unterstützt. Es umfasst die langfristige  Planung, Steuerung und  Kontrolle der Unternehmensprozesse,  der  Ausrichtung auf Zielgruppen,  Märkte  und Geschäftsmodelle.  Im strategischen Controlling wird  überwiegend   mit qualitativen Methoden gearbeitet.

Die Instrumente des strategischen Controlling dienen der Ausführung der strategischen Controllingaufgaben und zur Erreichung der strategischen Controllingziele. Dabei  handelt es sich im Wesentlichen um Instrumente zur Beschaffung, Analyse und Prognose von Umwelt- und Unternehmensinformationen und um Instrumente zur Erarbeitung  von Strategien. Diese sind eng mit dem strategischen Planungs- und Kontrollprozess verbunden.

Was sind die Instrumente der strategischen Kontrolle?

Zu den qualitativen Instrumenten zählen unter anderen die Potenzialanalyse, die Stärken-Schwächen-Analyse (SWOT), die GAP- Analyse, die Portfolioanalysen (z.B. Boston-Matrix, Wettbewerbs-Produktmatrix  nach  Mann,  Potenzial-Matrix und Portfolio-Matrix), das Produktlebenszyklus-Konzept, die Erfahrungskurve, die strategische Bilanz, das Konzept der schwachen Signale nach Ansoff und die Wertkette nach Porter.

Die quantitativen Instrumente des strategischen Controlling werden eingesetzt, um die Wirkung qualitativer Wettbewerbsvorteile auf erwünschte strategische Zielsetzung en zu analysieren. Durch die quantitative Bewertung wird festgestellt, ob der durch eine strategische Maßnahme erzielte Wettbewerbsvorteil zu einem nachhaltigen Erfolg und damit zu einer Steigerung des Unternehmenswertes führt. Zu den quantitativen Instrumenten zählen u.a. das strategische Kostenmanagement, der Ergebnisplan, die Wertsteigerungsanalyse (Shareholder Value Analysis) und das Performance Management (Stakeholder Value Analysis).

Ziel des strategischen Controllings ist die erfolgreiche Weiterentwicklung und Erhaltung eines Unternehmens. Dabei kann Controlling bei der ergebnis- und wertzielorientierten Rationalitätssicherug die Führung unterstützen. Bei dieser Art Führungsunterstützung wird zwischen drei Ebenen unterschieden:

  • Normative Ebene: Sie ist die oberste Ebene in der Unternehmensführung und konzentriert sich auf generelle Ziele, Normen, Spielregeln und Prinzipien, welche die Entwicklungs- und Lebensfähigkeit eines Unternehmens ermöglichen.
  • Strategische Ebene: Im Augenmerk der strategischen Ebene stehen    die Erfolgspotenziale. Das sind unter anderem Basistechnologien,  Prozessstrukturen, technologisch überlegene Produkte oder  Geschäftsmodelle für einen wirtschaftlichen Erfolg. Die strategische Ebene bezeichnet die dafür nötigen Vorgehensweisen, Ziele und Leistungspotenziale. Schlüsselpersonen, Strategien, Systeme und Strukturen eines Unternehmens sind davon betroffen.
  • Operative Ebene: Ziel ist die Nutzung vorhandener Erfolgspotenziale der operativen Kontroll-, Steuerungs- und Planungsprozesse. 
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