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Es gibt mehr als hundert verschiedene Lagertypen, die für den jeweiligen Einsatzzweck optimiert sind. Man unterscheidet zwischen Bodenlagerung und Regallagerung:

  • Die Bodenlagerung: ist die einfachste Form der Lagerung, bei der das Lagergut auf dem Boden im Block (Paletten zusammengeschoben und aus dem mittleren Bereich ohne Umlagerung nicht mehr herauszuholen) oder in Zeilen gelagert wird (bei Einlagigkeit jede Palette direkt zugreifbar). Beispiele für Bodenlagerung: Blocklager, Zellenlager.
  • Regallagerung: Die Regale werden weiter in Palettenregale, Fachbodenregale, Flachgutregale und Sonderregale unterteilt. Es gibt bewegliche und feststehende Regallager. Beispiele für Regallagertypen: automatisches (mit RFZ bedientes) Hochregallager für Paletten, staplerbedientes Hochregallager, Fachumlauf-regal, palettenorientiertes Verschieberegal, Fach-Verschieberegal, Paternosterlager, Durchlaufregal, Einfahrregal.

Lagerarten

Zusätzlich zu den Lagertypen gibt es Lagerarten, die bestimmen, die verschiedene Arten, Produkte zu lagern. Im Folgenden die werden die häufigsten beschreibt.

Distributionslager, oder auch Auslieferungslager genannt, sind ein zentraler Knotenpunkt der Logistik. In einem Distributionslager werden Waren zentral gelagert, um direkt an den Kunden ausgeliefert zu werden. Also, die Ware gelangt direkt vom Distributionslager auf den Absatzmarkt.

Das Beschaffungslager erfüllt eine Lagerungs- und Pufferfunktion für die Produktionswerke eines Unternehmens. Hier werden die Rohstoffe oder Vorprodukte gesammelt, die erst im Betrieb zu den Halbfertigprodukten und Produkten umgeformt werden. Dem Beschaffungslager wurden im Zuge gestiegener Qualitätsanforderungen und der Verschärfung der Produkthaftung oftmals zusätzliche Funktionen zugeordnet wie die Funktion der Qualitätsprüfung der eingehenden Waren.

Eine weitere Lagerart ist das Kommissionierlager. Dabei wird die Ware so eingelagert, dass sie zu jedem möglichen Zeitpunkt von den Kommissionierern erreicht werden kann. Kommissionierlager vereinfachen die Auftragszusammenstellung und gestalten sie so effizient wie möglich. Es werden sowohl die Zeit als auch den Raum optimal genutzt und dabei die Kosten so gering wie möglich gehalten.

Im Zwischenlager werden meist halbfertige Produkte oder Stoffe gespeichert. Im Gegensatz zu den großen Eingangs- und Auslieferungslagern kann ein Zwischenlager streng genommen auch dort zu finden sein, wo der eine Produktionsschritt beendet ist und die Ware auf den Weitertransport zum nächsten Prozessschritt wartet.

Umschlaglager dienen der kurzfristigen Aufnahme von Gütern, beispielsweise um diese von einem Transportmittel auf ein anderes zu befördern. Hierbei ist das Ziel, die Umschlagzeiten so gering wie möglich zu halten und somit einen größtmöglichen Warenumschlag zu erzielen. Bei Supermarktketten ist beispielsweise ein übliches Verfahren, dass die unterschiedlichen Zulieferer des Unternehmens jeweils Waren einer einzelnen Produktkategorie liefern. 

Im Distributionslager befinden sich Produkte, die nach dem Abschluss des eigentlichen Produktionsvorganges nicht sofort an die Kunden ausgeliefert werden können. Oftmals sind Mindestbestellmengen zu erfüllen oder Wiederverkäufer erhalten verschiedene, zu unterschiedlichen Zeiten produzierte Waren mit einer einzigen Lieferung. Die Waren befinden sich noch eindeutig im Eigentum des produzierenden Unternehmens. 

Vorratslager werden hauptsächlich dafür verwendet, die Bedarfsschwankungen eines Unternehmens ausgleichen zu können. Oftmals soll mithilfe des Vorratslagers eine längere Zeitspanne bis zur nächsten Zulieferung überbrückt werden. Zu den hauptsächlichen Merkmalen eines Vorratslagers gehört also, dass vergleichsweise wenig Produktarten mit einem geringen Warenumschlag eingelagert werden, dafür allerdings oftmals mit einer sehr hohen Quantität.

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