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Die finanziellen Mittel, die in das Sachanlagevermögen fließen, werden als Investitionskosten oder Investitionsausgaben bezeichnet. Die Kosten fallen einmalig an. Sie dienen dazu, jene Gegenstände zu beschaffen oder herzustellen, die dem Unternehmen längerfristig dienen sollen. Für die Annahme, dass es sich um Investitionskosten handelt, sind zwei Voraussetzungen zu erfüllen: 

  • Finanzielle Mittel werden aufgewandt, um Sachanlagevermögen zu erwerben (Investition).
  • Aufwendungen werden getätigt durch den in Geld bewerteten Verzehr von Gütern (Kosten).

Im betriebswirtschaftlichen Sinn handelt es sich nicht um Kosten, da Investitionen in die Anlagenbuchhaltung einfließen und zu Veränderungen der Abschreibungen führen. Deshalb stellt eine Investition zum Zeitpunkt der Anschaffung lediglich einen Aktivtausch oder eine Bilanzverlängerung dar. Die dadurch induzierten Abschreibungen in den Folgejahren stellen dann Aufwendungen im betriebswirtschaftlich korrekten Sinn dar. 

Investitionen sind auf einen längeren Zeitraum ausgelegt. Beispielsweise werden bei Gebäuden oder Produktionsanlagen, die über viele Jahre genutzt werden, die Kosten nicht sofort bei der Anschaffung vom Gewinn abgezogen. Auch im steuerrechtlichen Sinn sind Investitionen keine Kosten – also keine Betriebsausgaben – sondern die Umwandlung von Vermögen. Das Vermögen bleibt als Anlagevermögen im Unternehmen. Bei der Nutzung der Investitionen verlieren diese an Wert. Das heißt sie nutzen sich ab. Während der Nutzungsdauer wird Wertminderung, die durch die Abnutzung entsteht, der Gewinn- und Verlustrechnung belastet.

Warum sind Investitionsausgaben wichtig?

Um die unternehmensinternen Ziele zu erreichen, muss ein Unternehmen auf Anlagegüter zurückgreifen können. Die Investitionsausgaben dienen dazu, das Sachanlagevermögen anzuschaffen, zu erweitern oder zu ersetzen. Auf diese Weise sorgt die Unternehmensführung für einen reibungslosen Betriebsablauf. Die Investitionsquote gibt das prozentuale Verhältnis der in das Sachanlagevermögen getätigten Investitionen zum gesamten Sachanlagevermögen an.

Die Investitionsquote wird mit der folgenden Formel ermittelt:

  • Capex (capital expenditure) ist ein anderer Begriff für die Investitionsausgaben. Sie werden für die Anlagegüter getätigt, die dem Unternehmen längerfristig zur Verfügung stehen. Die Vermögensgegenstände werden im Anlagevermögen der Bilanz ausgewiesen. Kosten entstehen für das Unternehmen, wenn diese Gegenstände abgeschrieben werden.
  • Opex (operational expenditure) sind Betriebskosten, die für den laufenden Geschäftsbetrieb aufgewandt werden. Sie können nach Kosten für die Betriebsbereitschaft und variablen Betriebskosten unterschieden werden. In der Gewinn- und Verlustrechnung werden sie gemäß § 275 Handelsgesetzbuch (HGB) in Materialaufwand, Personalaufwand, Abschreibungen und sonstige betriebliche Aufwendungen unterschieden. 
  • Totex: Die Summe aus capex und opex sind die Gesamtkosten des Unternehmens. Sie werden als totex (total expenditure) bezeichnet.
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