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Frankieren (auch Frankatur oder Freimachung genannt) bestimmt, wer die Transportkosten zahlen muss. Genauer erklärt, werden mit der Frankatur die Bestandteile des Beförderungsvertrages bezeichnet, die zwischen Auftraggeber und Beförderer festlegen, wer die Kosten für die Beförderung einer Sendung trägt. Zusätzlich gibt die Frankatur Hinweise auf den Ort der Verbringung. 

Wie das Porto funktioniert

Vor der Einführung von Briefmarken musste die Zustellung von Briefen vom Empfänger bezahlt werden – falls nicht der Absender schon bei der Einlieferung die Beförderungsgebühr bezahlt und den Brief damit für den Empfänger „frei gemacht“ hatte. 

Im Online-Handel und beim Versand von Waren aller Art fallen Transportkosten an. Die Bezeichnung “frei Haus” ist eine Frankatur. Diese klärt über die Kostenübernahme auf. Der Begriff beschreibt bei einer Lieferung, dass der Verkäufer für den Transport aufkommt. Der Zusatz “frei” erklärt, dass der Empfänger nichts bezahlen muss. “Haus” beschreibt den Ablageort, die Lieferadresse. Das heißt: Bei dieser Bezeichnung trägt der Verkäufer alle anfallenden zusätzlichen Gebühren und Kosten für die Lieferung zur vereinbarten Adresse. Unfrei bedeutet, dass der Empfänger bei der Übergabe die Frachtkosten tragen muss.

Frei Haus bedeutet zwar, dass der Empfänger bei der Übergabe keine Frachtkosten tragen muss. Das schließt jedoch nicht aus, dass dem Empfänger bei der Bestellung ein Versandkostenanteil berechnet wird. 

Der Versandzusatzfrei Haus” bei einer Lieferung ist ein guter Kompromiss und weit verbreitet. Der Absender bzw. Lieferant setzt die Ware kundenfreundlich an der Haustür ab bzw. übergibt sie dort. Das spart Zeit und Kosten. Der Kunde hingegen kann in den meisten Fällen die Ware eigenständig nach Wunsch nutzen und freut sich über die kostenlose Anlieferung. Hin und wieder kommt es zu einer Warenabholung “frei Haus”. Im Prinzip kehrt sich hier nur der Transportweg um. Die Kosten trägt der Abholer. Der abgebende Partner stellt die Ware ab Haustür zur Verfügung. Sinnvoll ist es, bei schweren oder sehr großen Waren den Übergabepunkt genau zu klären. 

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