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Eine funktionierende Inhouse-Logistik (auch Marktlogistik genannt) trägt entscheidend zum reibungslosen Ablauf Ihrer unternehmerischen Tätigkeit bei. Inhouse-Logistik oder Marktlogistik bedeutet die Planung und Durchführung von Maßnahmen zur optimalen Gestaltung des Verkaufsraumes (= Markt, Laden) und der Verkaufsfläche. Es ist wichtig, den Platz der Lager- und Produktionsstätten optimal auszuschöpfen, unternehmensinterne Produktionswege effizient zu gestalten und so übersichtliche Strukturen zu schaffen.

 

Aufgaben der Inhouse-Logistik im Handel

Die Marktlogistik muss insbesondere folgende Aufgaben bearbeiten:

  • Planung und Realisierung einer optimalen Verkaufsfläche des Marktes: die Verkaufsfläche sollte zur Betriebsfläche möglichst groß sein ohne den „Erlebniswert“ für den Kunden einzuschränken. Zur Betriebsfläche werden gerechnet: Sozial- und Verwaltungsräume, Parkfläche, Verkehrs- und Grünfläche, Lagerraum, Verkaufsfläche, Ausstellungsfläche.
  • Optimale Aufteilung und Nutzung der Verkaufsfläche:
  • Warenplatzierung, Regalanordnung.
  • Ermittlung verkaufsstarker und verkaufsschwacher Zonen und entsprechende Warenplatzierung.

Das Ziel ist eine möglichst große Verweildauer des Kunden im Markt. Schwerpunkte der Inhouse-Logistik sind das Bestandsmanagement und das Flächenmanagement. Das Letzte enthält das Verhältnis von Verkaufsfläche zu Verkehrsfläche, das Ladenlayout (Visual Merchandising), die Regalanordnung innerhalb der Verkaufsfläche, sowie die Aufteilung in verkaufsstarke/-schwache Zonen.

Viele Betriebsformen des Einzelhandels liegen im Zentrum der Städte. Die Möglichkeit der flexiblen Kostengestaltung für Ladenmiete/Pacht ist gering. Die Raumkosten sind in den Ballungszentren (z. B. München, Hamburg, Stuttgart und Frankfurt) steigend und erreichen Größenordnungen von 100 bis 500 € pro qm Ladenfläche. Der Verkaufsraum ist daher ein bedeutender Leistungsfaktor, besonders im Einzelhandel.

 

Intralogistik

Sehr eng mit Inhouse-Logistik verbunden ist der Begriff Intralogistik, der entstanden ist, um eine Abgrenzung zu der Logistik und den Güterverkehr außerhalb des Betriebs darstellen zu können.

Intralogistik bedeutet die Steuerung, Durchführung und Organisation des Materialflusses innerhalb eines Lagerbetriebes. Darunter fällt der Warentransport innerhalb eines Lagers- oder Betriebsgeländes. Außerdem wird Intralogistik oft auch mit Begriffen wie innerbetrieblicher Materialfluss oder unternehmensinterne Logistik beschrieben. Ein wichtiges Merkmal in der Intralogistik ist die interdisziplinäre Zusammenarbeit von Anbietern der verschiedenen Bereiche. Zu der Intralogistik gehören folgende Bereiche:

  • Wareneingang (WE) und -ausgang (WA)
  • Lagersysteme
  • Fördersysteme
  • Kommissionier-Software und Sortier-Systeme
  • Telematik, Sensorik und Robotik
  • Software für die jeweiligen Bereiche
  • Komplettsysteme
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