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B2B ist die Abkürzung für Business-to-Business und  bezeichnet Geschäftsbeziehungen zwischen zwei oder mehr Unternehmen. Dies heißt, wenn Unternehmen Produkte oder Dienstleistungen über andere Betriebe beziehen, wie beispielsweise Hersteller, Importeure, Großhändler oder Dienstleister.

Der Begriff wird in jeder Situation verwendet, in der zwei Unternehmen miteinander agieren (egal, ob sie Dienstleistungen oder Güter anbieten). Der B2B-Bereich umfasst alle Branchen und Wertschöpfungsketten, aber eine klare Abgrenzung ist nicht möglich. Zum Beispiel, bei öffentlichen Ausschreibungen handelt es sich häufig um B2A (Business-to-Administration) beziehungsweise um B2G (Business-to-Government) Beziehungen, da der Auftrag von der öffentlichen Hand formuliert wird. Private Ausschreibungen von juristischen Personen des Privatrechts hingegen fallen in die Kategorie B2B.

Rund drei Viertel aller deutschen Unternehmen nutzen heute bereits Social Media als Marketing Plattform. B2B-Unternehmen nutzen die sozialen Medien, um die Bekanntheit der Marke zu steigern, das eigene Produkt oder Dienstleistung zu vertreiben und sich mit anderen Firmen zu verbinden. Relevant sind vor allem die Plattformen LinkedIn und Xing. 

Während Unternehmen im B2C-Commerce versuchen, mit breit angelegten Werbekampagnen eine möglichst große Zahl von Konsumenten zu erreichen, ist die Kundenansprache im Bereich Business-to-Business weitaus differenzierter. Einige Merkmale dieser Art von Geschäftsbeziehungen sind folgende:

Großkunden erhalten unter Umständen eigene Preiskalkulationen, da sie die Waren in großen Mengen abnehmen. Ein weiteres Merkmal ist der Umgang mit der Mehrwertsteuer. Zwar sind die Leistungen und Lieferungen für B2B-Kunden ebenfalls mit der Umsatzsteuer belegt, doch können sie diese Steuer über den Vorsteuerabzug beim Finanzamt geltend machen. 

Zudem fällt das Widerrufsrecht weg, da es sich bei den Vertragspartnern um Geschäftskunden handelt. Im Zweifelsfall gelten vertraglich geregelte Fristen, auf die sich der betroffene Betrieb bei fehlerhafte Lieferung beziehen kann. 

Beispiele B2B

Ein gutes Beispiel von B2B-Commerce ist der Baumarkt, der seine Waren von einem Groß- oder Zwischenhändler erhält.

Es geht auch um B2B Beziehungen, wenn ein Unternehmen Material für seine Lieferkette beschafft, wie zum Beispiel, wenn ein Bekleidungsunternehmen, das Stoffe und Materialien für die Herstellung von Kleidung kauft. Ein weiteres Beispiel ist, wenn ein Unternehmen die Dienstleistungen eines anderen Unternehmens für seine Geschäftstätigkeit benötigt (z. B. eine Softwarefirma, die die Dienstleistungen eines Steuerbüros in Anspruch nimmt). B2B ist auch, wenn ein Unternehmen die selbst erworbenen Waren und Services weiterverkauft (z. B. eine Agentur, die ein neu konfiguriertes Online-Tool als Weißprodukt an einen Kunden weiterverkauft).

Natürlich müssen B2B-Unternehmen ihre Waren und Services ebenso wie B2C-Unternehmen (Business-to-Consumer) absetzen, und darum benötigen sie einen effektiven B2B-Marketingplan.

Rund die Hälfte der Einkäufe im Business-to-Business-Bereich erfolgt heute bereits online über E-Commerce-Kanäle (ähnlich wie die im B2C bekannten Online-Shops.) und die Vernetzung von Unternehmen und die Automatisierung vieler Geschäftsprozesse werden in den kommenden Jahren weiter zunehmen.

Derzeit beträgt das Handelsvolumen im Business-to-Business-Commerce in Deutschland mehr als eine Billion Euro.

 

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