Wenn Sie diesen Artikel lesen, sind Sie wahrscheinlich am Affiliate-Marketing interessiert, wissen aber nicht, wo Sie anfangen sollen. Deshalb bringen wir Ihnen einen Artikel über Affiliate Marketing für Anfänger mit 4 einfachen Schritten, damit Sie diese Art von Strategie auf Ihrer Website umsetzen und Ihre Gewinne steigern können.

Was ist Affiliate-Marketing?

Beim Affiliate-Marketing bewerben Affiliates (englisch für Partner) auf ihren Websites die Produkte und Dienstleistungen fremder Unternehmen und erhalten dafür eine Provision. Advertiser müssen diese nur dann bezahlen, wenn eine bestimmte Aktion erfolgt ist. Dabei kann es sich etwa um den Klick auf ein Banner oder die Bestellung eines Produktes auf ihrer Website handeln. Affiliate-Marketing nimmt eine immer zentralere Rolle im Marketing-Mix ein. Dabei geht es ums Geld. Provisionshöhe, Aktualität und Werbekostenzuschuss sind für Affiliates die wichtigsten Faktoren bei der Suche nach passenden Partnerprogrammen.

Wie fange ich mit Affiliate-Marketings an?

Affiliate-Marketing ist 1997 entstanden, als der Amazon-Gründer auf einer Party war, und er sich mit einer jungen Dame darüber unterhielt, Bücher in ihre Webseite gegen Provision zu vermarkten. Nach und nach kamen immer mehr Partner hinzu, die auf ihren Websites fremde Angebote gegen eine Provision bewerben wollten. Noch heute zählt Amazon zu den Big Playern im Affiliate-Marketing. Im Folgenden werden vier Schritte für Anfänger aufgelistet, um auf den Zug des Affiliate-Marketings aufzuspringen.

1. Wähle eine Affiliate-Marketing-Plattform

Affiliate-Marketing lässt sich über professionelle Affiliate-Netzwerke abwickeln. Das sind Plattformen, die Advertiser und Publisher zusammenbringen und Funktionen wie die Auslieferung des Werbemittels, Tracking und Erfolgsmessung sowie die Provisionsausschüttung bündeln. Affiliates haben eine große Auswahl an Plattformen. 

Viele setzen das Amazon Partnerprogramm am liebsten ein, aber es gibt andere Optionen wie  DigiStore24, eine Verkaufsplattform für digitale Produkte, wie eBooks, Videos und so weiter; NischenClix, mit vielen interessanten Nischenprogrammen; Awin, eine zuverlässige Plattform mit umfangreicher Statistiken, die sehr viele große Online-Shops und sonstige Anbieter bietet; oder AdCell, die sich als Netzwerk vor allem auf kleinere Shops und andere Anbieter konzentriert hat. Es gibt viele andere Plattformen wie AdKlick, Affilinet, Clickbank, Daisycon, financeAds, FinanceQuality, Tradedoubler, TradeTracker, Webgains oder Belboon.

2. Finde die Nische, in der Du mit Affiliate-Marketing arbeiten möchtest

Um die besten Erfolgschancen zu haben, muss man sich auf eine Nische konzentrieren. Für den US-Markt wird prognostiziert, dass 2022 für Affiliate-Marketing satte 8,2 Milliarden Euro ausgegeben werden. Möchtest Du in das milliardenschwere Affiliate-Geschäft einsteigen, solltest Du Dir am besten auf die Suche nach einer lukrativen Nische gehen und eine entsprechende Seite erstellen. Wenn Du Deine Themen eng zusammenfasst, kannst Du ein fokussiertes Publikum aufbauen und möglicherweise ein höheres Ranking in den Suchmaschinen erreichen mithilfe von SEO.

3. Entscheide, mit welcher Art von Partnerprogramm Du arbeiten möchtest

Es gibt ja eine Menge unabhängige Partnerprogramme, wie das wohl bekannteste von Amazon. Doch viele Unternehmen wollen nicht den ganzen technischen Aufwand und auch die Abrechnung selbst machen. Deshalb sind Affiliate-Netzwerke entstanden, die als Vermittler-Plattform agieren. Sie stellen den Kontakt zwischen Website-Betreibern, YouTubern etc. auf der einen Seite und Online-Shops, Service-Anbietern etc. auf der anderen Seite her. 

Wichtig ist die passenden Partnerprogramme zu finden. Dabei sollte man auf die Zuverlässigkeit achten. Die Auswahl und Qualität der Werbemittel sind ebenfalls wichtig. Man sollte auch darauf Wert legen, dass das Programm eine benutzerfreundliche Oberfläche mit einer einfachen Anmeldung und einer schnellen Freischaltung. Dabei gibt es auch verschiedene Modelle von Partnerprogrammen:

  • Hochbezahlte Partnerprogramme mit niedrigem Volumen: Dies sind Partnerprogramme für Nischenprodukte mit hohen Vergütungen.
  • Niedrig bezahlte, hochvolumige Partnerprogramme: Es handelt sich hier um Partnerprogramme für Produkte mit niedrigen Auszahlungen, die aber massentauglich sind.
  • Hochbezahlte, volumenstarke Partnerprogramme: Hierbei handelt sich um Partnerprogramme für Produkte mit großer Anziehungskraft, die auch hohe Provisionen zahlen.

4. Erhalte Qualität-Traffic und Conversions auf Deiner Affiliate-Website

Um qualitativ hochwertigen Traffic zu erhalten, muss man auf den Inhalt achten, in dem  Deine Affiliate-Links auf natürliche Weise stehen sollen. Der nächste Schritt besteht darin, mehr Leute dazu zu bringen, die Inhalte zu lesen, damit sie auf Deine Affiliate-Links klicken. Wie kann ich dies schaffen? Man kann beispielsweise durch PPC Anzeigen Traffic “kaufen”. Der Vorteil von bezahltem Traffic ist, dass du ab dem Moment, in dem du bezahlst, auch Traffic bekommst. Man kann auch eine E-Mail Liste aufbauen und Affiliate-E-Mail-Werbung direkt an Deine Liste senden. Durch SEO kann man den Traffic der eigenen Webseite organisch optimieren und ihn durch Advertising Tools monitorisieren. 

Viele Website-Betreiber bieten ein Partnerprogramm an, aber um nachzuvollziehen, über welchen Publisher ein Interessent auf die Website eines Advertisers gelangt ist, werden die Links im Werbemittel des Advertisers mit einem Code versehen. Beim Klick auf ein Werbemittel werden beim Nutzer außerdem Cookies gesetzt, mit denen der Vorgang getrackt werden kann.

Steuern für Affiliates

Affiliates müssen sich auch mit dem Thema Steuern befassen, denn es handelt sich um eine  gewerbepflichtige Tätigkeit. Damit es sich um eine solche Tätigkeit handelt, muss man eine folgender Voraussetzungen erfüllen: Gewinnerzielungsabsicht, Selbständigkeit, Wiederholungsabsicht oder Beteiligung am allgemeinen wirtschaftlichen Verkehr. Bei Affiliates liegt immer die Gewinnerzielungsabsicht vor und daher muss man Steuern bezahlen. Man muss ist diesem Fall auch sofort ein Gewerbe anmelden, selbst wenn noch keine Einnahmen vorhanden sind. Nur mit der Absicht ist man schon steuerpflichtig.

In der Steuererklärung ist das Affiliate-Einkommen in Anlage G als „Einkünfte aus Gewerbebetrieb“ anzugeben. Man darf aber auch seine Kosten angeben und dagegen rechnen, was den Gewinn senkt. Hat man sogar mehr Kosten als Einnahmen, dann kann das zu einer Steuerersparnis führen. Wer dagegen pro Jahr weniger als 410 Euro nebenberuflich verdient, muss gar keine Steuererklärung diesbezüglich abgeben.

Man unterliegt zudem der Umsatzsteuer, welche man regelmäßig abführen muss. Bei nur geringen Einnahmen und fehlenden Ausgaben lohnt sich die Kleinunternehmerregelung in Betracht zu ziehen. Dann ist man von der Umsatzsteuerzahlung befreit, kann sich diese aber natürlich auch nicht bei Ausgaben zurückholen. Erst ab 24.500 Euro Gewinn pro Jahr ist es notwendig Gewerbesteuer zu zahlen.

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